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Wenn der Ehemann/Partner und Vater ein Soldat ist ...


Wenn ein Soldat zu einem Einsatz in ein Krisengebiet muss
ist gleichsam die ganze Familie mit betroffen - Ehefrauen bzw. Mütter und auch die Kinder.


Seit einigen Jahren beobachten wir, dass die Anzahl der Frauen von Soldaten in Auslandseinsätzen, die mit ihren Kindern zu uns in eine stationäre Mutter-Kind-Maßnahme kommen, zunimmt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass besonders die Partnerschaft und die Beziehung zu den Kindern einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Die Schwerpunkte in der Behandlung dieser Frauen und Mütter unterscheiden sich in einigenThemen maßgeblich von denen der anderen Frauen.


Im Rahmen unserer stationären Tätigkeit mit Müttern und Kindern begegnen wir demnach Familien deren Mann/Vater entweder

  • in einem Auslandeinsatz ist,
  • von einem Einsatz zurück oder auf Heimaturlaub ist, oder
  • dessen Einsatz in Kürze stattfindet bzw.
  • für den die Möglichkeit einer Auslandseinberufung besteht.

 

Die Frauen erleben ihr näheres Umfeld als wenig hilfreich und fühlen sich mit ihren Ängsten nicht verstanden.
Mit dem Partner werden diese Ängste zwar angesprochen, bleiben aber auf einer eher sachlichen Ebene. Die Ehefrau und Mutter der Kinder muss zwangsläufig einen Ausgleich schaffen; sie versucht den Partner zu ersetzen und die entstandene "Lücke", nicht zuletzt vor allem für die Kinder, auszufüllen.


Oftmals ist nicht klar, wie lange der Einsatz des Ehemannes und Soldaten dauern wird. Entfremdung und existenzielle Ängste sind vielfach die begleitenden und belastenden Themen für die Soldatenfrauen. Frauen, deren Männer im Einsatz waren, berichten z.T. von einer massiven Entfremdung, einem veränderten Verhalten des Mannes sowie von Suchtproblematik, Wechselbädern überschießender Gefühle (auch den Kindern gegenüber), Aggressionen, Schweigen und innerer Abwesenheit.


Die Frauen und Mütter können ihren Alltag mit den Kindern zumeist gut bewältigen, die stete Sorge um den Mann begleitet sie jedoch. An Heimaturlaube werden große/übergroße Erwartungen gestellt. Nicht selten werden diese aber von beiden Seiten als enttäuschend erlebt.


Die Kinder - je nach Alter - verstehen die Abwesenheit des Vaters nicht, und haben Schwierigkeiten, wenn er für eine längere Zeit wieder wegfährt. Ältere Kinder wiederum sorgen sich sehr um den Vater. Soldatenkinder zeigen gehäuft psychische Auffälligkeiten.
Diese Kinder leiden verstärkt unter deutlichen Stressreaktionen und Anpassungsstörungen. Die psychische Stabilität der Mutter kann hier positiv auf die Befindlichkeit des Kindes einwirken. Oftmals ist diese Regulation jedoch in diesen Familien nicht gegeben und es kommt
zur Co-Morbidität des Kindes.


Es herrschen große Unsicherheiten über den Umgang mit der veränderten Lebenssituation, dem veränderten Verhalten des Mannes
und Vaters. Existentielle Fragen und Sinnfragen nehmen einen hohen Stellenwert ein.
Die Frauen bzw. Mütter wünschen sich mehr eigene Sicherheit, Stabilität im Umgang mit dieser unsicheren Situation; auch, um den Kindern bei Abwesenheit des Vaters Unterstützung und Halt zu geben. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Entfremdung aufzulösen, ohne ständig die eigenen Grenzen zu überschreiten. Sie möchten ihre Männer unterstützen, die Familie zusammen halten, wissen aber oft nicht, wie es ihnen möglich ist.


Zur Gesundung bzw. Gesunderhaltung sowie der Teilhabe und Partizipation dieser Familien hält unsere Mutter-Kind-Klinik Talitha ein besonderes Behandlungskonzept vor.


Primäre Zielsetzung einer solchen Maßnahme ist vorrangig die psychische und körperliche Stabilisierung der Mutter als Indexpatientin
und damit der Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit in ihrer Rolle als Mutter sowie maßgebliche "Säule" der Familie.


Detaillierte Angaben zu unserem Konzept erhalten Sie gerne auf Anfrage.



Schwerpunktmaßnahmen
                                          

Soldatenfamilien
                                          
Anmeldung:

                                          

  • M 04   09.03. - 30.03.2017
  • M 09   29.06. - 20.07.2017
                                      
Belegungsdisposition Marlies Finger
Telefon 02961/9719-50, Fax 02961/9719-51
m.finger@caritas-brilon.de

                                          

  • M 04   08.03. - 29.03.2018
  • M 10   24.07. - 14.08.2018

Caritasverband Brilon,
Belegungsstelle Mutter-Kind-Kliniken,
Scharfenbergerstraße 19, 59929 Brilon