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Leitbild des Trägervereins


Der Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e.V. formuliert nachfolgend seine Ziele, Aufgaben und Grundsätze, die in einem Diskussionsprozess mit Vorstand, Geschäftsführung, mit Klinikleitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet und abgestimmt sind. Sie sind uns Orientierung und Richtschnur in der alltäglichen Arbeit. Als Grundlage dient das 1998 verabschiedete Leitbild des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn e.V. .

 

Ziel des Leitbildes ist es, Wege und Orientierung für die Zukunft aufzuzeigen darüber, für wen und in welchem Geist wir unsere Dienste leisten und welche Maßstäbe und Grundsätze uns dabei leiten. Es richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mutter-Kind-Kliniken, St. Ursula und Talitha, an die Klinik- und Abteilungsleitungen sowie gleichermaßen an die Mitglieder des Vorstands und die Geschäftsführung des Trägervereins.

 

Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam im Geist christlicher Caritas die Aufgabe Gesundheit von Müttern und Kindern durch Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen, stabilisieren und fördern können. Mit dem differenzierten Angebot unserer Einrichtungen, Frauen und ihren Kindern in gesundheitlichen und sozialen Bedarfslagen beizustehen, tragen wir dazu bei, im Sinne des Evangeliums solidarische Hilfe zu verwirklichen.

 

"Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst." (Mt. 22,37-39)

 

In unseren Kliniken führen wir stationäre medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen (nach §§ 24 und 41 SGB V) durch für gesundheitlich belastete Mütter und Kinder in Form einer ganzheitlichen, auf ihre persönlichen Alltags- und Gesundheitsbedingungen abgestellte komplexe Behandlung.

 

Medizinische Begleitung, physiotherapeutische Anwendungen, pädagogische Dienste und psychosoziale Beratung bilden den therapeutischen Rahmen. Als Hilfe zur Heilung unterbreiten wir unseren Patienten Angebote zur Lebensorientierung, Sinnfindung und die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen.

 

Unser Ziel ist:

 

  • Die Gesundheit von Mutter und Kind zu verbessern sowie die Beziehung zwischen ihnen zu fördern.
  • Mütter für ihre vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben zu stärken und damit die Familien zu unterstützen.
  • Kindern bei der Entwicklung des sozialen Verhaltens zu helfen.

 

Dabei gehört unsere besondere Aufmerksamkeit sozial benachteiligten Familien.
Wir wissen uns der Tradition einer Form kirchlich-caritativer Frauen- und Familienhilfe verpflichtet,
die 1912 mit den ersten Frauenerholungsangeboten durch kath. Frauenverbände begonnen hat.

 

Wir sind Mitglied in der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V. (KAG) und
damit der Elly-Heuss-Knapp Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk e.V. (MGW) angeschlossen.
Wir verpflichten uns dem frauenspezifischen Ansatz und der Einhaltung der therapeutischen Kette
von Maßnahmenvorbereitung, Maßnahme und Nachsorge in Zusammenarbeit mit den Beratungs- und Vermittlungsstellen.

 

Wir orientieren uns an den Erwartungen unserer Patientinnen, indem wir ...

 

  • medizinische, sozial-therapeutische, psychologische, pädagogische und seelsorgliche Angebote schaffen,
    die aktuell auf die Bedürfnisse und Indikationen der Patientinnen abgestimmt sind,
  • qualifizierte pädagogische Betreuung und Angebote für Kinder gewährleisten,
  • Raum und freie Zeit zur Verfügung stellen, in denen Frauen eigeninitiativ werden können,
  • Angebote mit und für Mütter und Kinder gestalten, die der Beziehungsförderung dienen,
  • eine möglichst optimale Betreuung auch bei Krankheit anstreben,
  • die Haus- und Raumstruktur der therapeutischen Angebote entsprechend gestalten und nutzbar machen,
  • Organisation und Struktur des Maßnahmengeschehens effektiv gestalten und am Patienten orientieren.

 

Wir nehmen unser Selbstverständnis und unseren Auftrag als katholische Einrichtungen ernst, indem wir ... 

 

  • den Menschen in unseren Einrichtungen an die erste Stelle setzen.

 

Dies geschieht in der Akzeptanz des Patienten, im Erkennen seiner Nöte und durch Hilfen bei seinen Beschwerden, in der Eröffnung neuer Perspektiven, und indem wir ihm Raum für Sinn- und Glaubensfragen geben, aus einer christlichen Grundhaltung heraus verantwortlich sind, uns mit dem Auftrag der katholischen Kirche identifizieren, in lebendiger Auseinandersetzung mit ihren Werten stehen und sie zur eigenen Sache machen.

 

Wir beachten die gesetzlichen und finanziellen Vorgaben, indem wir ...

 

  • medizinische Aufsicht, psychotherapeutische Angebote, Physiotherapie, Betreuung und Begleitung der Patienten sowie Unterkunft und Verpflegung sicherstellen und ihre Qualität ständig überprüfen,
  • durch Angebote zur Gesundheitserziehung den Maßnahmenerfolg sichern,
  • den Qualitätsanforderungen des Müttergenesungswerks sowie der Kostenträger entsprechen,
  • dem Maßnahmenprozess dokumentieren,
  • die Zusammenarbeit der Fachabteilungen des Hauses sicherstellen,
  • uns verpflichten, Empfehlungen zur Nachsorge auszusprechen und zu dokumentieren.

 

Die beste Werbung für unsere Dienstleistungen sind zufriedene Patienten. Sie sind die besten Botschafter bei Bekannten, bei Beratungs- und Vermittlungsstellen, aber auch bei den Kostenträgern. Darüber hinaus ist es unser Ziel, durch die unterschiedlichen Werbemittel auf unser Angebot aufmerksam zu machen; insbesondere aber wollen wir durch die Vorstellung unserer Arbeit in der Klinik interessierte Berater, Ärzte und Mitarbeiter der Kostenträger von der Qualität und Besonderheit unseres medizinischen und therapeutischen Angebotes überzeugen.

 

In unserer Arbeit in den Einrichtungen achten wir bewusst auf einen Alltagsbezug, indem wir ...

 

  • bei Engpässen, Konflikten und Störungen mit abgestimmten Verfahrensweisen reagieren.

Vorstand, Geschäftsführung wie Klinikleitungen und Abteilungsleitungen haben ihre je originäre Aufgabe. Sie wissen sich jedoch gemeinsam den Führungsgrundsätzen verpflichtet. Aufgabe der Führungskräfte in unserem Trägerverein und in unseren Einrichtungen ist es, sicherzustellen, dass Patienten die ihnen nötige Hilfe aus einem ganzheitlichen Selbstverständnis heraus erhalten. Das ist allerdings nur möglich, wenn nicht nur der Einsatz jedes einzelnen Mitarbeiters stimmt, sondern auch die Atmosphäre und das Arbeitsklima unserer Häuser von diesem Geist getragen wird. Eine Hilfe dazu sollen diese Führungsgrundsätze sein.

 

Als Führungskraft achte ich die Person meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem ich ...

  • Fairness und Gerechtigkeit übe,
  • für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstehe,
  • auf Gesundheit, Wohlergehen und Entfaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Persönlichkeit und Verantwortlichkeit achte,
  • jegliche Form von Diskriminierung (Herkunft, Geschlecht usw.) unterbinde,
  • mir Zeit für sie nehme,
  • meine eigene Person nicht vernachlässige.

 

Als Führungskraft sichere ich die Qualität der Leistung der Einrichtung, indem ich ...

 

  • die fachliche Qualität der Leistungen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig überprüfe und fördere
  • den Einsatz anerkenne und lobe, Mängel dagegen durch klare, aber diskrete Kritik aufarbeite und behebe,
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anhalte, unter Berücksichtigung des Therapieerfolges dafür zu sorgen, dass die Patienten entsprechend ihren Wünschen und Bedürfnissen betreut, sowie seelsorglich begleitet werden können,
  • eine ganzheitliche Betreuung der Patienten an Körper, Seele und Geist sicherstelle,
  • sicherstelle, dass der Umgang auf allen Stufen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch gegenüber den Patienten von Vertrauen und gegenseitiger Achtung geprägt ist,
  • sicherstelle, dass höfliche und einfühlsame Umgangsformen gepflegt werden,
  • Vorbild für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bin.

 

Als Führungskraft setze ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage, ihre Aufgabe zu erfüllen, indem ich ...

 

  • eine flexible und durchschaubare Organisation schaffe,
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig und möglichst umfassend informiere,
  • sie ermuntere, Informationen und Anregungen weiterzugeben,
  • regelmäßige Besprechungen durchführe, in denen die Arbeitsprozesse aufeinander abgestimmt werden,
  • das Kostenbewusstsein stärke und für eine sparsame Verwendung der Mittel sorge,
  • die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fachlicher wie auch menschlicher, ethischer und religiöser Hinsicht
    sowie Supervisionen im Rahmen bestehender Möglichkeiten fördere,
  • Kompetenzen und Verantwortlichkeiten klar benenne und abgrenze.

 

Als Führungskraft motiviere ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem ich ...

  • klare Ziele mit ihnen zu vereinbaren suche,
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Entscheidungen beteilige,
  • Verantwortung an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übertrage,
  • Anerkennung gebe,
  • nötige Kritik sachbezogen, zeitnah und nie vor Patienten anbringe,
  • durch Feste und Feiern mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Teamgeist fördere.

 

Dieses Leitbild einer von Vertrauen, Achtung, Solidarität und dem Glauben an die schöpferischen Kräfte jedes Menschen geprägten Unternehmungskultur werden wir auch in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen und finanzieller Schwierigkeiten verfolgen.


In jener Zeit fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galiläa hinüber ……. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jairus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm……. Unterwegs kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jairus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur….. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talitha kum, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf. Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. …. (Mk 5,21-24. 35B-43)