• Schriftgröße:
  • Schrift gross
  • Schrift standard
Mutter-Kind-Klinik Logo
Sie sind hier: Startseite

Wenn der Ehemann/Partner und Vater ein Soldat ist ...


Wenn ein Soldat zu einem Einsatz in ein Krisengebiet muss, ist gleichsam
die ganze Familie mit betroffen - Ehefrauen bzw. Mütter und auch die Kinder.

  Platzhalter InfoBox
    
Seit einigen Jahren beobachten wir, dass die Anzahl der Frauen von Soldaten in Auslandseinsätzen, die mit ihren Kindern zu uns in eine stationäre Mutter-Kind-Maßnahme kommen, zunimmt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass besonders die Partnerschaft und die Beziehung zu den Kindern einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Die Schwerpunkte in der Behandlung dieser Frauen und Mütter unterscheiden sich in einigenThemen maßgeblich von denen der anderen Frauen.
  
Schwerpunktmaßnahme
Soldatenfamilien

> Termine
    Maßnahme 3     18.02. - 10.03.2020
    Maßnahme 5     01.04. - 22.04.2020
    
Im Rahmen unserer stationären Tätigkeit mit Müttern und Kindern
begegnen wir demnach Familien deren Mann/Vater entweder
  • in einem Auslandeinsatz ist,
  • von einem Einsatz zurück oder auf Heimaturlaub ist, oder
  • dessen Einsatz in Kürze stattfindet bzw.
  • für den die Möglichkeit einer Auslandseinberufung besteht.
  > Anmeldung
    Belegungsdisposition Marlis Finger
    m.finger@caritas-brilon.de

    Telefon 02961 - 9719 50
    Telefax 02961 - 9719 51
    

Die Frauen erleben ihr näheres Umfeld als wenig hilfreich und fühlen sich mit ihren

Ängsten nicht verstanden. Mit dem Partner werden diese Ängste zwar angesprochen,

bleiben aber auf einer eher sachlichen Ebene. Die Ehefrau und Mutter der Kinder muss

zwangsläufig einen Ausgleich schaffen; sie versucht den Partner zu ersetzen und die

entstandene "Lücke", nicht zuletzt vor allem für die Kinder, auszufüllen.

   
    

Oftmals ist nicht klar, wie lange der Einsatz des Ehemannes und Soldaten dauern wird.

Entfremdung und existenzielle Ängste sind vielfach die begleitenden und belastenden

Themen für die Soldatenfrauen. Frauen, deren Männer im Einsatz waren, berichten z.T.

von einer massiven Entfremdung, einem veränderten Verhalten des Mannes sowie von

Suchtproblematik, Wechselbädern überschießender Gefühle (auch den Kindern gegenüber),

Aggressionen, Schweigen und innerer Abwesenheit.

   
    
Die Frauen und Mütter können ihren Alltag mit den Kindern zumeist gut bewältigen, die
stete Sorge um den Mann begleitet sie jedoch. An Heimaturlaube werden große/übergroße
Erwartungen gestellt. Nicht selten werden diese aber von beiden Seiten als enttäuschend
erlebt.
   
    
Die Kinder - je nach Alter - verstehen die Abwesenheit des Vaters nicht, und haben
Schwierigkeiten, wenn er für eine längere Zeit wieder wegfährt. Ältere Kinder wiederum
sorgen sich sehr um den Vater. Soldatenkinder zeigen gehäuft psychische Auffälligkeiten.
Diese Kinder leiden verstärkt unter deutlichen Stressreaktionen und Anpassungsstörungen.
Die psychische Stabilität der Mutter kann hier positiv auf die Befindlichkeit des Kindes
einwirken. Oftmals ist diese Regulation jedoch in diesen Familien nicht gegeben und es
kommt zur Co-Morbidität des Kindes.
   
    
Es herrschen große Unsicherheiten über den Umgang mit der veränderten Lebenssituation,
dem veränderten Verhalten des Mannes und Vaters. Existentielle Fragen und Sinnfragen
nehmen einen hohen Stellenwert ein. Die Frauen bzw. Mütter wünschen sich mehr eigene
Sicherheit, Stabilität im Umgang mit dieser unsicheren Situation; auch, um den Kindern bei
Abwesenheit des Vaters Unterstützung und Halt zu geben. Sie suchen nach Möglichkeiten,
die Entfremdung aufzulösen, ohne ständig die eigenen Grenzen zu überschreiten. Sie
möchten ihre Männer unterstützen, die Familie zusammen halten, wissen aber oft nicht,
wie es ihnen möglich ist.
   
    
Zur Gesundung bzw. Gesunderhaltung sowie der Teilhabe und Partizipation dieser Familien
hält unsere Mutter-Kind-Klinik Talitha ein besonderes Behandlungskonzept vor.
   
    
Primäre Zielsetzung einer solchen Maßnahme ist vorrangig die psychische und körperliche
Stabilisierung der Mutter als Indexpatientin und damit der Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit
in ihrer Rolle als Mutter sowie maßgebliche "Säule" der Familie.
   
    

Detaillierte Angaben zu unserem Konzept erhalten Sie gerne auf Anfrage.